Ralf Ahlers, Neue Strasse 8, 38533 Vordorf

[Leidenschaft][Motorrad] & [Reisen]


Seit 1989 jedes Jahr auf dem Motorrad im Urlaub unterwegs.

Da gibt es einiges zu erzählen...

2022 Albanien / Bosnien / Kroatien / Slowenien

Alles hat gut begonnen. Wir waren euphorisiert. Freudig erregt trifft es aber auch. Kurzer Flug, kurze Anreise, reibungsloser CheckIn für die Fähre, ein paar nette Gespräche mit Gleichgesinnten, ein kleines Bierchen für die Wartezeit, ... Aber dann schlich sich Unbehagen ein, denn wir wurden nicht aufgerufen um auf / in die Fähre zu fahren. Aus einem geplanten Verladerahmen von 20°° > 23°° wurde eine ungeklärte Verspätung, bei der die Schiffe nicht um 00°° den Hafen verließen, sondern erst um 01³⁰ morgens.

Das ist mal ganz ordentlich. Die Fähre kann die ganze Zeit in der Nacht nicht wieder aufholen und erreicht Durres gegen 10⁰⁰ morgens. Mit dem Prozedere des Grenzübertritts und der Einnahme eines kleinen Frühstücks hat sich die Planung des Tages in Luft aufgelöst. Zu spät ist es mittlerweile. Der Wunsch sich den Nationalpark und See nahe der Stadt Shkodra anzuschauen hat sich wegen dramatischer Verkehrsbedingungen leider auch zerschlagen. Die Ursache des Chaos hat sich uns nicht erschlossen, jedoch war von Durres bis zur Stadt Lezhë kein Vorankommen. Die Anzahl der existierenden Straßen hat das Aufkommen anscheinend nicht entzerren können.

Wir haben jetzt in Vau-Deja eine großartige Unterkunft gefunden und starten morgen früh in Richtung Koman Fähre. Man möge uns morgen einen erfüllten und erfolgreichen Tag bereitstellen und die Wartezeit in den Kosovo und wieder heraus anschließend als belanglos betiteln lassen. Weiterhin mögen die Unmengen an Wasser, die heute alles geflutet haben, morgen nur noch in den Geschichtsbüchern zu finden sein. Die Voraussetzungen sind gut, denn unsere Teller haben wir "leer" zurück gegeben. Sechs Uhr Aufstehen, sechs Uhr dreißig Frühstück, viertel nach sieben vollgepackt den Parkplatz des Hotels verlassen. Zack, zack! Im Internet kursieren die wildesten Geschichten bezüglich der Anfahrt zum Ableger der Koman Fähre. Anlass genug für uns, sich frühzeitig auf den Weg zu machen. Im Hotel spricht man von einer guten Stunde für 40 Kilometer. Hmm, die müssen es ja wissen.

Wir haben für euch recherchiert: Wohnwagen, Busse, Camper, die "ordinären Blechdosen" sowieso und sicherlich auch SUV's werden hier ordentlich durchgeschüttelt. Die Motorradfahrer - allen vorweg die Endurofahrer - haben hier ihren Feiertag. Trotzdem, eine Stunde ist realistisch. Die Strecke ist schon sehr angeschlagen. Wir durchqueren den Tunnel und befinden uns ohne Vorwarnung dort wo "der Busch brennt". Alle Fahrzeuge müssen RÜCKWÄRTS auf die Fähre und werden dementsprechend auf dem kleinen Vorplatz gewendet. Wer sich das nicht zutraut, dem helfen die Mitarbeiter der Fährgesellschaft. Aber nicht durch Einweisen, hier wird der Eigentümer ersetzt (auf Wunsch). Auch mir hat man mein Motorrad "entrissen" und selber Hand angelegt um den optimalen Parkplatz zu finden. Zeit und Platz ist bares Geld!! Ein Blatt Papier findet keinen Weg durch zwei parkenden Autos. Glücklicherweise besitzt keiner hier Jahreswagen.

Der Grenzübertritt in und aus dem Kosovo war unspektakulär und lief besser ab, als ich es mir in meinen kühnsten Träumen vorgestellt habe. Nach einem zwingenden Abschluss einer Versicherung, die mich 10.- gekostet hat und für 14 Tage Gültigkeit hat, haben wir im Büro des deutsch sprechenden Beamten über Gott und die Welt gesprochen. Man hat uns eine schöne Reise gewünscht und freundlichst verabschiedet. Gleiches positives Prozedere galt für die Einreise nach Montenegro, wo die anwesende Grenzbeamtin, zusammen mit der besten Sozia von allen, Witze zu meinen Lasten formulierte. So macht grenzüberschreitender Urlaub Spaß. Danke für die tolle Erfahrung. Den ganzen Tag hatten wir sehr angenehmes Wetter. Erst direkt nach der Ankunft in Zabljak, dem Ausgangsort für die am Folgetag geplante Durmitor- Rundreise, schüttete es aus vollen Eimern. Erneut Glück gehabt.

Unserem Leitfaden "Land & Leute" folgend, haben wir uns heute vorrangig dem Durmitor Nationalpark gewidmet. In Zabljak gestartet, habe ich intuitiv mit der Südroute begonnen. Empfehlungen der Reiseführer folgend, hätten wir mir der Nordroute beginnen um die eigene Emotionalität den landschaftlichen Höhepunkten folgend ins schier Unermessliche zu steigern. Da ich nicht garantieren konnte ob der ganzen Erregung noch sicher Motorrad fahren zu können, habe ich mich gegen die Empfehlung entschieden. Die Dominanz der Nordroute ist nicht geprägt von der landschaftlichen Schönheit des Südens, sondern durch die spektakuläre, man kann auch sagen ermüdende, extrem kurvige Streckenführung durch sehr, sehr dichten Wald. Die Straße ist so schmal, dass wir uns immer gefragt haben wie sich zwei Autos verhalten, die sich plötzlich gegenüberstehen. Eine Lösung erscheint mir nicht gegeben. Als und dann noch ein Wohnmobil entgegenkam, da habe ich ernsthaft am Verstand des Fahrers gezweifelt und gedacht: Ein dummer Fahrer. Unvorstellbar!! Wenn der gewusst hätte von wo wir kommen... Lange Rede, kurzer Sinn: Wer sich dort aufhält und dieses schöne Fleckchen Erde nicht in die Planung mit aufnimmt, der hat wirklich etwas verpasst. Versprochen! Den späten Nachmittag verbringen wir in Virpazar, am Shkodrasee und dem umliegenden Nationalpark / Naturschutzgebiet. Das wir am morgigen Tag dort noch unterwegs sein werden, versteht sich von selbst...

Die Idee, sich im näheren Umfeld des Sees noch einmal umzusehen war genau die Richtige. Nur mit einem kleinen Haken! Der Ergebnis war ein anderes als von uns erwartet, der Weg dorthin jedoch um ein Vielfaches besser als gedacht. Die anfängliche Vermutung, wir fahren "um den See", stellte sich als großer Irrtum heraus, denn wir waren in den Bergen unterwegs und somit immer deutlich oberhalb der Wasserlinie unterwegs. Das Ergebnis dieser Tatsache bescherte uns zu fast jeder Zeit eine uneingeschränkte Weitsicht auf den See und dessen Umgebung. Das hatten wir nicht erwartet und hat uns umso mehr begeistert. Der Wunsch, noch viel tiefer in das Naturschutzgebiet einzutauchen, scheiterte nicht am Willen und Können des Fahrers oder seines brillanten Untersatzes eines bayrischen Motorenherstellers, sondern an der Attraktivität des beschritten Pfades... Je weiter wir in das Dickicht vordrangen, umso mehr änderten sich die Wohnqualitäten der passierten "Wohngegenden". Deren Interieur änderte sich in der Bezeichnung von Möbeln, hin zu Schrott und der Einsatzzweck derer Gegenstände vom Innenraum bis weit in den "Vorgarten" hinaus. Ich würde es als eine Zone von Einsiedlern und "Aussteigern" bezeichnen, kann aber auch völlig falsch liegen. Wir haben es probiert, aber das Ergebnis würde nicht gut ausfallen. Das war unsere Vermutung. Kurz vor Kotor, beginnend mit dem Lovćen Nationalpark ändert sich das Wetter schlagartig. Das Traurige ist, wir sehen nichts von der Bucht von Kotor und auch die phantastische Serpentinenstrecke bleibt uns als üble Nebel- und Regensuppe in Erinnerung. Klitschnass und mit einem weinenden Auge erreichen wir unser Hotel. Schade, das wäre ein gebührender Abschluss gewesen.

Die Altstadt von Kotor wird von den Einheimischen liebevoll "Stadt der Katzen" genannt. Die Samtpfoten genießen hier einen Kult-, wenn nicht sogar Heiligenstatus. Ihnen wird nachgesagt, damals die Stadt vor der Pest gerettet zu haben. Deshalb gibt es ein Katzenmuseum und viele Souvenirs mit den Vierbeinern darauf. Und auch generell findet man in allen Ecken und Gassen Katzen, die ihre Sonderstellung in der Altstadt sichtlich genießen". Wir haben es selber gesehen und konnten es kaum glauben mit welcher Hingabe und Akzeptanz die Vierbeiner hier von allen Einheimischen und Touristen in das touristische Gewusel integriert werden. Es gibt hier ein Katzenmuseum und "Katzenshops", in denen Kotor - Souvenirs mit entsprechenden Motiven verkauft werden. Reisen bildet! Wer interessiert sich denn jetzt noch für Altstädte?

Der verklärten und weichgewaschenen Romantik einer Jadranska Magistrala muss ich - zumindest für unseren Streckenabschnitt - die Zähne ziehen. Auch für mich gehört sie ohne Zweifel immer noch zu den schönsten und eingängigsten Küstenstrassen Europas, aber nur auf sehr ausgesuchten Streckenabschnitten. Wer sie in der ganzen Länge befährt (655 Kilometer), braucht auch viel Geduld und Verständnis für die Durchquerung von Städten und dem Aufkommen und der Geschwindigkeit anderer Verkehrsteilnehmer. Meine erste Wahl wäre es nicht mehr. Bosnien-Herzegowina und Montenegro bieten sehr viel mehr. Meine Meinung. Zu oft bin ich Teile davon gefahren. Wir kommen jedoch aus Montenegro und haben vom Charme und der Leidenschaft, diese Straße befahren zu können, wenig Begeisterung mitgebracht. Ich hätte gerne die Alternative durch das Landesinnere genommen, habe mich aber dem Herzenswunsch meiner besten Sozia gebeugt. Leider, muss man in diesem Fall sagen. Dem Land Bosnien-Herzegowina gehört ein winziger Küstenstreifen. Dieser trennt die Küstenstrasse in ein grenzüberschreitendes Vorhaben, bei dem jedes Mal erneut der Reisepass vorgezeigt werden muss. Vier Mal, um genau zu sein. Den Kroaten war das zu blöd. Sie ließen kurzerhand, mit den Geldern der EU unterstützt, eine Brücke zwischen der Insel Pelješac und dem Festland bauen und umgehen damit diesem misslichen Umstand. Wir wollten das auch ausprobieren und ich habe es als unsinnig empfunden. Was für ein Spektakel und Verschwendung.

Wir waren schon einmal in Mostar und waren jetzt nicht auf eine langatmig Besichtigung aus. Aber es passte von der Planung optimal in unsere Tour, also haben wir die Stadt noch einmal eingebaut. Das Schöne war, wir haben sie Abends anschauen können und das ist ein völlig anderes Erlebnis, mit vielen anderen Eindrücken.  Vorher haben wir nahe der Stadt Mostar noch das Derwisch Kloster in Blagaj angeschaut, was mich total begeistert hat. Die Geschichte dazu erfinde ich nicht neu... "Einer der schönsten und friedlichsten Orte in Bosnien und Herzegowina ist das Derwischklsoter in Blagaj. Das muslimische Gebetshaus der Sufi-Bruderschaft wurde bereits im 18. Jahrhundert direkt am unteren Ende einer 200 Meter hohen Felswand gebaut, genau dort, wo die Buna entspringt und in einen kleinen Wasserfall mündet. Der Anblick ist magisch! Das Kloster wurde in den letzten 400 Jahren durch herabstürzende Felsbrocken mehrmals zerstört und jedes Mal wieder aufgebaut".

Weiter geht es durch Bosnien-Herzegowina, einem meiner liebsten Länder des Balkans. Von der gestrigen Tour habe ich nicht annähernd so viele digitale Eindrücke, wie es die Fahrt tatsächlich verdient hätte. Mich ärgert das sehr, aber das war nach langer Zeit endlich mal wieder eine dieser Fahrten, bei der das ewige Anhalten und Fotografieren im Nachhinein vieles kaputt gemacht hätte. Wer mir seit längerem folgt, der weiß das mir hohe Geschwindigkeit ein Graus ist. Ich brauche das ausgeglichene, entspannte, genießerische Vorankommen um im Urlaub zu mir zu finden. Die Strecke die wir gestern gefahren sind: Mostar > Jablanica > Bugojno > Jajce. Wir sind fast die gesamte Strecke an verschiedenen Flüssen entlang gefahren und damit wurde der Streckenverlauf von der Natur vorgegeben. Umgeben von hohen Felsformationen und auch tieferen Schluchten war in dieser Tour alles, was das Herz begehrte. Wer schon einmal im französischen Vercors unterwegs war, wird wissen was ich versuche auszudrücken. Große Klasse und Bestätigung, daß der sogenannte Balkan mit seinen vielen Einzelstaaten sehr viel mehr an Abwechslung bietet.

Von besonderer Schönheit war die Strecke zwischen: Kljuç > Bosanskj Petrovac > Bihac. Man muss das gefahren sein, denn mit einfachen Worten lässt sich diese Schönheit nicht ausreichend beschreiben. Leider war die Landschaft so menschenleer und die Straße so perfekt ausgebaut, dass viele das Tempolimit massiv überschritten haben und sowohl mich als auch sich selbst und andere mehr als nötig gefährdet haben. Sehr, sehr schade und nicht passend.

Der Besuch der AirBase: https://www.lost-places.com/portfolio/aerodrom-zeljava/ erwies sich anfänglich mehr als nur kompliziert um anschließend jedoch erfolgreich zu werden. Ich kürze ein wenig ab...

1. Da wir uns bekanntlich in Bosnien aufgehalten haben, haben wir den Einstieg zu diesem Ort auch von dort begonnen. Alles erschien perfekt.

2. Quer durch Bihac gefahren, führte die Strecke anschließend durch dichten Wald mit einer Straße, bei der sich zwei Fahrzeuge definitiv nicht begegnen sollten. Viele Kilometer lang.

3. Nach vielen Kilometern versperrte eine Schranke den Weg und zwang uns augenscheinlich zur Umkehr. Wie bei vielen Schranken jedoch gang und gäbe, bleibt ein winziger Pfad auf einer Seite frei. Also Koffer runter und mit viel Fingerspitzengefühl irgendwie drumherum gezirkelt. Mir war schon bewusst das das ein illegales Unterfangen war, denn jetzt haben die Grenze zu Kroatien übertreten... oder überfahren.

4. Yippieh... Ich bin der König der Welt! Doch man glaubt es nicht, da steht nach weiteren Kilometern eine Betonbarriere quer über der Flugbahn mit einem Metallgitter und einem kroatischen Wachposten und einer Kollegin in einem Container!!!

5. Er ist nett, aber konsequent. Wir plaudern, ich beknie ihn, will ihm auch meinen Pass geben, aber er bleibt hart.

6. Alles wieder retour und mit viel Umweg erst über die offizielle Grenze, natürlich mit Wartezeiten, um dann das Spektakel neu zu beginnen.

7. Als wir uns auf den ganzen Start- und Landebahnen austoben, stoßen wir von der kroatischen Seite wieder auf den provisorischen Grenzposten. VERLASSEN!! Schei... Eine Zigarettenlänge später und ich wäre da durchgehuscht.

Es scheint, als blieben wir unserem Motto "Land & Leute" treu.

Lost Places im Osten Europas sind wahrlich keine Seltenheit, sondern eher die Regel. Sie geheim zu halten - so wie in Deutschland - macht deshalb auch wenig Sinn. Du findest halt überall irgendwelche Locations. Mitten im Ort und von Jedermann frei zugänglich. Die unzählig vielen Plätze zu sichern, würde bedeuten einen ganzen Landstrich abzusperren. Hotels, sozialistische Selbstbeweihräucherung von selbsternannten großen Führern und Industrieanlagen, ... ALLES ist dort machbar. Ist halt nur sehr zeitaufwändig. Und mit dem Motorrad sowieso. In diesem Jahr jedoch habe ich mir vorgenommen 3 Plätze zu besuchen, um damit einen roten Faden durch die Länder zu ziehen und feste Ziele vor Augen zu haben. Auf das unten gezeigte Denkmal habe ich mich richtig gefreut und meine Erwartungshaltungen wurden bei weitem übertroffen! Bei diesem Besuch passte alles. Die Anfahrt mit einem "Offroadanteil", das Wetter, die Möglichkeit die Drohne steigen zu lassen und die Gegebenheiten vor Ort, die weitaus besser waren als ich das von anderen LostPlaces sonst kenne. Wie so häufig, gab es mehrere Wege zum Ziel. Die Geschichte um dieses Denkmal erspare ich mir hier, weil das Internet diesbezüglich sehr hilfreich zur Seite steht. Quelle: https://www.lost-places.com/portfolio/petrova-gora-memorial/

Ach ja, einen Ort haben wir noch besichtigt...

Heute morgen sitzen wir in im Ort Malinska auf der Terrasse unseres Hotels und frühstücken. Da spricht meine liebste Begleitung mich an, weil sie jemanden sieht, der mit einer Spiegelreflexkamera, einem Stativ und einem "Anti Wind Puschel" Aufnahmen des Hafenbeckens generiert. Das ist eher ungewöhnlich, weil ich diese Puschel nur kenne, wenn Filmaufnahmen und Gespräche bei Wind geführt werden. Nichts davon traf zu diesem Zeitpunkt zu. Es geht uns aber auch nichts an, es soll sich jeder mit dem beschäftigen wozu er Lust hat. Wobei mir die Mütze, die der Mann trägt, bekannt vorkommt... Es ist ausschließlich die Mütze! Mehr habe ich nicht erkannt. Etwas später dann, als wir aufbrechen um unser nächstes Ziel anzusteuern, halten wir noch einmal an dem LostPlace, den wir am Vortag ausgiebig unter die Lupe genommen haben, um das obligatorische "Motorrad vor Objekt" - Foto zu realisieren. Da fahren zwei vollbeladene Yamaha Ténéré 700 zum Haupteingang und verfolgen den gleichen Gedanken wie wir. Und erst als einer der Personen seine Mütze wieder aufsetzt, kann ich mich in Verbindung mit dem Gesicht erinnern! Ich war mir am Anfang nicht sicher, weil ich um Leute, deren Erfolg oder Lebensweise ich mag oder teilen kann, keinen Personenkult betreibe. Ich vergesse Gesichter dann auch gerne wieder. Als ich mir aber ziemlich sicher war, habe ich die Herren angesprochen und gefragt ob ich das Gesicht mit dem Motorradreisender Erik Peters und seiner Begleitung für die aktuelle Reise nach Afrika in Verbindung bringen darf. Man bejahte meine Frage und hat sich Zeit genommen sich mit mir zu unterhalten. Ich fand das ausgesprochen nett.

Nach unserem Besuch des letzten LostPlaces auf der kroatischen Seite haben wir uns aufgemacht in Richtung Westen, auf die Insel Krk. Ich hatte in meiner / unserer Planung zwar anderes vorgesehen und die Insel etwas später im Fokus, aber die Umgestalterin des Herzens ist mir mit einer anderen Alternative dazwischen gegrätscht. Die Strecke dorthin war irgendwie skurril, aber in Summe nicht unangenehm, im Gegenteil. Wir sind ohne Nutzung der Autobahn, die von Zagreb bis Rijeka möglich gewesen wäre, an unserem Ziel, in Malinska angekommen. Die Strecke zog sich sehr, entsprach sie doch so gar nicht einer Straße für den Gebrauch der breiten Masse, sondern eher als schnöde Verbindungsstrasse mit vorwiegend landwirtschaftlicher Ausrichtung. Kurz vor Rijeka durchquerten wir den Nationalpark Risnjak, den ich fahrerisch und im Bezug auf die Natur ans Herz legen möchte. Malinska war mit ein einem Tag "time out" für uns bestimmt. Mal wieder im Meer baden und unseren letzten LostPlace der Reise besuchen...

Zu diesem LostPlace mus man wissen das er zwar alle Voraussetzungen eines solchen erfüllt, aber mitten in einem Urlaubsort liegt und damit Lichtjahre weit entfernt ist von Anonymität und Geheimniskrämerei. Was macht ihn trotzdem so wahnsinnig interessant?? ES IST SEINE HISTORIE (und die unvorstellbare Größe)! Wer die vorher gelesen hat und sich dann genau mit diesen Kenntnissen durch die Ruinen bewegt, der kann die Atmosphäre tatsächlich spüren und das sehen, was sich seit der Gründung 1968 hier abgespielt hat. Genau DAS verschafft mir die Gänsehaut, die ich für solche Orte brauche. Vorstellungskraft und eine nachvollziehbare packende Historie. Ich habe eine Person im Netz gefunden, die auf brillante Art und Weise Aufstieg und Verfall dieses Luxushotels publiziert hat. Selbst wer nicht vor Ort gewesen ist, den wird diese Geschichte u.U. fesseln... https://www.haludovo-palace-hotel.ch/geschichte.html

Den Track dieser Tour kann man im Bereich Downloads herunterladen...

Auf der Karte sind an einigen Stellen so genannte Pins zu erkennen. Diese Pins sind Highlights oder besondere Hotspots, die wir zu Hause festgelegt haben und sowohl Sehenswürdigkeiten als auch unser Hotel vor Ort zeigen können. Für weitergehende Informationen muss man dann bitte die Datei in ein Navigationsprogramm laden und vor Ort schauen was dort gezeigt wird.

Dort haben wir übernachtet: Vau-Deja, Zabljak, Virpazar, Dobrota, Mostar, Bihac, Malinska, Rabac

Die Reise wurde als Video hier https://youtu.be/lYmpnwtEoHA aufbereitet.

Kaum zu glauben! Da muss ich erst die 50iger Marke überschreiten um maximale Erfüllung und vollendete Glückseeligkeit beim Motorradfahren zu erleben. Ganz großes Kino. Mit dem Erwerb der BMW RnineT hat sich meine jahrelang gelebte Einstellung, wie man am intensivsten auf zwei mit Benzin betriebenen Rädern unterwegs sein kann, deutlich verändert. Mit einer grundsätzlich anderen Einstellung und den passenden Kleidungsstücken stellt sich ein Gefühl ein, welches auch durch meine BMW R1250GS derzeit nicht überboten wird. Die Anwendungsgebiete sind so unterschiedlich wie die Motorradgattung an sich. Auch wenn sich eine RnineT durchaus als reisetauglich erwiesen hat, wie man in [Motorrad] Reisen (Pyrenäen 2022) vortrefflich nachlesen kann...


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Bildquelle: BMW PressClub

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