Ich kann mich noch erinnern als wäre es erst gestern gewesen. Wir schreiben das das Jahr 1995. Da habe ich Frank - einen alten und langjährigen Schulkollegen - bei einem Diavortrag über Schottland in Braunschweig wieder getroffen. Nach der Veranstaltung haben wir noch zusammen gesessen und uns über die “gute alte Zeit“ ausgetauscht. Als größter gemeinsamer Nenner hat sich dabei die Leidenschaft zum Motorrad herauskristallisiert.
Nach der Schule haben sich unsere Wege getrennt. Ich habe meinen Wohnort verlassen und somit auch einen großen Teil der alten Freunde niemals wiedergesehen. Frank hingegen hatte noch immer regen Kontakt zu den alten Haudegen von damals.
Es kristallisierten sich auch hier erneut die gleichen Interessen heraus. Man traf sich öfter und mitunter auch regelmäßig. Irgendwann wurden die Treffen (im Kern waren wir immer vier Personen) zu einer festen Institution die es bis heute gilt aufrecht zu halten und mit dem Leben und seinem Blut zu verteidigen…
Wir haben unsere eigene Geschichte geschrieben und einen Meilenstein gesetzt als wir 1996 zum ersten Mal zu dritt mit dem Motorrad gemeinsam einen Urlaub verbrachten. Es war eine Herbstwoche in den Alpen auf den Spuren alter Militärstraßen im ital. / franz. Grenzgebiet. Nach diesem Jahr folgten noch viele weitere mit gemeinsamen Motorradreisen. Mittlerweile wird die Zeit für solche – wenn auch kurzen – Events für viele von uns immer knapper. Familie, Beruf und Privatleben wollen schließlich auch noch eingebunden werden.
Im Verlauf der letzten Jahre hat sich eine starke Gruppe gebildet, die interessanterweise zu 100% die gleichen Interessen verfolgt.
Doch trotz vieler Schwierigkeiten haben wir die folgenden Ziele nie aus den Augen verloren…
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Der gemeinsame Motorradurlaub sollte immer nur als Ergänzung zum großen Jahresurlaub eines jeden Teilnehmers gesehen werden. Die Dauer sollte eine Woche nicht überschreiten.
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Der optimale Reisetermin wird so lange verhandelt, bis wirklich jeder die Zeit freigeschaufelt hat.
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Die Priorität liegt ganz klar beim Offroadfahren mit den Enduros. Wenn es nicht möglich ist weil eine Maschine nicht in das Konzept passt, dann wird ein Urlaub halt drumherum gestrickt und versucht trotzdem alles miteinander zu kombinieren. Zur Not werden Enduros halt vor Ort gemietet.
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Es soll immer die günstigste Variante gewählt werden. Übernachtung, Anreise und Versorgung vor Ort. Es geht nicht um billig! Bis auf den Kretaurlaub 2009 hat das auch immer problemlos geklappt. Über viele Jahre hinweg hat sich mittlerweile ein Sport daraus entwickelt.
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Wir planen immer ein volles Jahr im voraus. Schließlich müssen Familien- und Betriebsurlaube auch noch berücksichtigt werden. Bei einem langen Planungsvorlauf kann auf Hindernisse schneller reagiert werden.
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Bei der Anreise ist alles erlaubt, nur nicht auf der eigenen Maschine!
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Eine Videokamera ist jedes Mal Bestandteil der Reise. Im Nachgang eines solchen Events haben wir für viele weitere Treffen immer noch viel Spaß daran.

Frank [TheBrain] B.
Als die Ziele noch „nah dran“ und bequem zu erreichen waren, da hat es wenig Mühe bereitet sich um das Reiseziel, die entsprechende Anfahrt und die Tourenplanung vor Ort zu kümmern. Mittlerweile sind aber Ziele wie Griechenland, Istrien oder Kroatien in die engere Auswahl geraten. Da bedarf es einer detaillierten Planung mit akribischer Einhaltung von Zugverbindungen und Länge der Tagesetappen.
Und hier kommt – nach zugegebenermaßen langer Einleitung – wieder unser Kollege Frank ins Spiel, der es seit vielen Jahren immer wieder schafft die Truppe zusammenzuhalten und wirklich jeden Wunsch vor Ort Realität werden lässt.
Niemand von uns weiß genau WO er die Zeit für alle Recherchearbeiten hernimmt und vor allem WANN er die Zeit findet so umfangreich zu recherchieren. Aber das soll wohl immer sein Geheimnis bleiben…
Der Ruf nach Kultur, Besichtigungen, Endurofahren o,ä. wird genauso in die Planung einbezogen, wie der Wunsch nach günstigen Zeltplätzen, einer möglichst exakten Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten und Fahrzeiten für Bahn, Bus, Fähre…
Selbst wenn das Ziel für eine Woche Urlaub inklusive An- und Abfahrt kaum lohnenswert erscheint zaubert der Kollege irgendeine Alternative aus dem Ärmel, der man schwerlich widerstehen kann. Und so schafft es Frank Jahr für Jahr uns für eine neue Tour zu faszinieren, bei der sich jeder verwirklicht sieht.
Danke Frank. Die Gruppe liebt dich... 
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 24. Dezember 2010 um 16:38 Uhr



