BMW F800GS

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Der Verkauf meiner Suzuki DR800S Big im Oktober des Jahres 2011 kam sehr spontan und mir sehr gelegen, hatte ich doch mittlerweile deutlich weniger Leidenschaft am Motorradfahren in mir, als noch vor einigen Jahren. Sicher, die Lust am Reisen durch Europa war immer noch vorhanden und wurde auch aufrecht erhalten, aber irgendwie fehlte mir so etwas wie eine Grundbegeisterung, wie ich sie von früher kannte. Der Verkauf war ein Leichtes und somit war der Schmerz ein kurzer.

Ich wusste natürlich das ich - unabhängig von der derzeitigen eher spröden Begeisterung - 2012 nicht lange ohne Motorrad sein möchte. Und so nutzte ich die Zeit um mich ein wenig auf dem Motorradmarkt umzusehen. Nach Jahren mal wieder ein paar Testberichte lesen, die eine oder andere Zeitschrift kaufen und dabei abwarten ob sich gefühlsmäßig noch was regt …

An einem sonnigen Herbsttag habe ich bei BMW und Triumph angerufen und nach einer Probefahrt gefragt. Einfach so, aus Jux. Ich hatte Langeweile.

Fahrzeit egal, Kilometer egal. Nur nachtanken bitte. Und genau dieser Tag war der, der mir von einer Minute zur nächsten ein neues Motorrad beschert hat. Auf der Maschine habe ich erfahren, was 15 Jahre technische Weiterentwicklung bedeuten. Nicht das wir uns missverstehen, ich lebe nicht hinter dem Mond und spreche nicht einmal von einem Supersportler, aber ich hatte mich nach fast 60.000 Kilometern so an die „Besonderheiten“ und auch Vorzüge der DR800 gewöhnt - und die vielen pannenfreien Kilometer mit den „Unzulänglichkeiten“ lieben gelernt - das mir nicht mehr bewusst war wie geschmeidig und leise ein Motor laufen kann, wie gut Bremsen bremsen können, usw., usw. …

Also alles in allem ein Anlass, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen und weiter nach einer anderen Enduro zu recherchieren.

Da sich der Motorradmarkt für Enduros sich längst nicht so ergiebig darstellt, wie z.B. für Cruiser oder Sportler, ist das Filtern nach geeigneten Maschinen ein Klacks. Wenn man die ganzen sog. „Crossover“ – Maschinen und Supermotos mal außen vor lässt, dann bleibt nur eine handvoll Bikes, für die ich mich interessiert habe. Als ich begonnen habe zu recherchieren, standen lediglich folgende Maschinen zur Debatte:

  • BMW F 800GS. Die war’s! Hier passte alles zusammen. Meine Wünsche nach einer Enduro wie ich sie brauche: Farbe, ein engagierter BMW - Dealer, ein perfektes Preis / Leistungsverhältnis, gute Testberichte, ordentliches Zubehör, eine Probefahrt ohne langes Lamentieren und ein wenig Markenimage ;-). Ich habe sie am 22.12.2011 als Vorführer mit Vollausstattung gekauft. 1.750 Kilometer und EZ 08/2011. Perfekt! Das Zubehör wird noch organisiert und kostenlos vom Händler montiert.
  • Triumph Tiger 800XC. Ausgeschieden, aber mit einem sehr schlechten Gefühl im Magen, denn alle Testberichte und die Probefahrt haben ein erstklassiges Motorrad attestiert. Hier passte alles, definitiv. Ich gehe auf die Qualitäten nicht näher ein, da im Internet alles nachgelesen werden kann. Sie ist optisch eine gute Kopie der BMW und führt das weiter was die Ausstattung, den Preis und die Geländefähigkeiten angeht. Damals leider aber so neu, dass das Thema Gebrauchte nicht so ergiebig war wie gewünscht. Der Motor! Eine Wucht! Die hätte es sein können, eigentlich.
  • KTM 990 Adventure / R. Ausgeschieden, da die Händlerdichte für mich inakzeptabel ist. Ich fahre mindestens 60 Kilometer zum nächsten Händler. Für eine eventuell kurze Lösung eines Problems ist das definitiv zu weit – zumindest für mich! Als ich nach Maschinen für eine Probefahrt angefragt habe, war kein Händler in der Lage mir eine Maschine anzubieten. Nicht einmal Alternativen. Hinzu kam, dass die von mir angesprochenen Händler sich mitunter sehr arrogant präsentierten: „Fahren Sie wirklich so hart wie eine KTM es verträgt? Ist eine „tourentauglichere“ Maschine von KTM nicht auch so gut geeignet?“. Schade eigentlich, denn KTM wäre sicher eine gute Wahl. Wobei der Preis nicht weit weg ist von einer 1200er GS. Also auch ein k.o - Kriterium …
  • Yamaha XT 660Z. Ausgeschieden, weil der Unterschied zu meiner alten Big einfach zu gering war um eine echte Alternative darzustellen. Wenn der technische Fortschritt mal außer Acht gelassen wird, dann bleibt als Plus weder Tankinhalt, Verbrauch, Reisetauglichkeit, Zuverlässigkeit, Motorleistung noch irgendein anderes Argument, welches mich zu der – optisch sehr attraktiven Maschine – hingezogen hätte. Sie wirkt mir auch ein wenig zu "schmächtig" im Gegensatz zu den anderen Modellen. Ja, ich weiß. Im Gelände ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Trotzdem. Da bin ich bockig!

Honda, Suzuki, Kawasaki, … hatten und haben seit Jahren nichts adäquates anzubieten, sind also eigentlich alle aus dem Enduromarkt ausgestiegen und scheiden somit aus. Adäquat heißt für mich reisetauglich (auch durch Zubehör), mehr als die bisherigen 50 PS und trotzdem endurotauglich. Eine gewisse Händlerdichte und ein gewisses Maß an Zubehör sollte auch zur Verfügung stehen.

Und somit wird auf meiner Homepage ein neues Kapitel aufgeschlagen, welches sich mit dem Reisen und den Touren auf meiner neuen BMW beschäftigt. Viel Spaß …

Modelljahr 2008 und 2009. Darkmagnesium - matt / Schwarz. Sunset - gelb / Schwarz

Modelljahr 2010. Alpinweiss - uni / Schwarz. Lavaorange - metallic / Schwarz

Modelljahr 2010. Sondermodell 30th Anniversary

Modelljahr 2011. Alpinweiss - uni / Schwarz. Lavaorange - metallic / Schwarz

Modelljahr 2012. Graphitan - metallic matt

Modelljahr 2012. Sondermodelle Desertblue - uni / Alpinweis - uni. Triple - Black

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 08. Januar 2012 um 12:51 Uhr

 

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