
Das Fazit nach einer Woche Kretaurlaub mit den Mietmotorrädern ist - zumindest für mich - nicht ganz einfach. Ich hatte von allen Teilnehmern die beste Maschine. Ich will mich also nicht beschweren. Da wir aber einen nicht unerheblichen Teil des Tages damit verbracht haben über nichts anderes zu sprechen als über die Mängelliste der Motorräder und deren Beseitigung, hat es meine Meinung schon ein wenig beeinflusst.
Trotz der vielen Telefonate blieb bis zum Ende der Woche eine echte Hilfestellung vor Ort aus. Selbst die Beta Alp - die wir eigentlich nicht haben wollten und auch nicht bezahlt haben - wurde nie getauscht. Der telefonische Kontakt von und nach Deutschland zum Reiseveranstalter „GS- Sportreisen" war aber zu jeder Zeit ohne Tadel. Man hat anscheinend vieles versucht und auch im Nachhinein für eine Korrektur der misslichen Umstände gesorgt.
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Eine neue Batterie und wieder eine neue Sicherung...
Es gipfelte darin das wir an zwei Tagen nur zwei Maschinen zur Verfügung hatten und einige sinnlose Stunden in einer Werkstatt verbracht haben um den Elektroschrott an Ollis Maschine begutachten zu lassen. Und das meine Freunde auf Motorrädern unterwegs sind die nicht „verkehrssicher" sind hätte im Falle eines Sturzes natürlich auch mich mittelbar betroffen. So unbeschwert wie die Urlaube auf den eigenen Maschinen all' die Jahre vorher war es aus meiner Sicht dieses Mal leider nicht. Mein Fazit fällt diesbezüglich eher unbefriedigend aus.
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Die Gabel verliert Öl...
Alle Teilnehmer dieser Reise waren als Einzelperson Vertragspartner des deutschen Anbieters „GS - Sportreisen". Wir haben während unseres Aufenthaltes auf Kreta jeden Mangel gemeldet, alles in Fotos dokumentiert und dann von Deutschland aus Regress geltend gemacht.
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... und wieder Öl...
Die Ärgernisse in Einzelnen:
- Thomas' BMW: Wacklige, bzw. fehlende Rückspiegel, sehr wenig, bis kein Reifenprofil, zwei leckende Gabelrohre, kein Bremslicht.
- Ollis Beta Alp 4.0: Grauenhafter Allgemeinzustand, fehlendes Standlicht, eine katastrophale Elektrik, kein Rücklicht. Abgesehen davon das die Beta von uns nicht bestellt und auch nicht bezahlt wurde.
- Franks Yamaha: Wenig Reifenprofil und ein leckendes Gabelrohr.
- Meine Yamaha: kein funktionierendes Rücklicht.
Die Insel selber hat mich überrascht. Und das in vielerlei Hinsicht.
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Die Simmeringe und das Reifenprofil sind ausgelutscht.
Zum einen waren die Menschen dort ausnahmslos freundlich und zuvorkommend. Und das obwohl es keine Hauptsaison mehr gab. Hier ging es also nicht um das Ausnutzen und Schielen auf den letzten Euro der Urlauber, sondern um echte und gelebte Freundlichkeit und angenehme Umgangsformen. Das hat mich sehr beeindruckt und mein Urteil südländischer Mentalität weiter gefestigt. Danke dafür!
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Auch die Beta von Olli ist nicht ohne Mangel...und wieder eine neue Sicherung.
Kreta ist ein Enduroland par excellence. In unmittelbarer Nähe unseres Standortes Matala hätte es unzählig viele Strecken gegeben die es zu entdecken gilt. Gerade im Süden, auf den vielen Wegen zur Küste, gilt es phantastische Gebirgszüge zu überqueren. Es geht steil bergauf und genauso steil bergab. Alles geschottert und anspruchsvoll zu fahren. Ein wahrer Genuss und immer eine Empfehlung wert.
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Die "Werkstatt" schaut mal nach dem Rechten...
Landschaftlich gibt es wenig zu berichten. Im Landesinneren herrschen die Farbtöne braun und grün vor. Braun wegen der vielen Steine und landwirtschaftlich nicht nutzbaren Ödnis und grün steht für die vielen Millionen Olivenbäume, die eine nicht unerhebliche Einnahmequelle für die Griechen darstellen. Beides hat jedoch auch unbestreitbare Vorteile, denn auf den Wirtschaftswegen in den Olivenhainen lässt sich vorzüglich Enduro fahren und dort wo diese Strecken enden, begann zumindest in unseren Fällen immer die Fahrt durch die nicht bewirtschaftete Gebirgslandschaft mit toller Streckenführung.
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... und wundert sich...
Die Städte und Dörfer im Landesinnern waren bis auf ganz wenig Ausnahmen eher schlicht, meistens schmutzig, ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten und aus unserer Sicht keinen gesonderten Aufenthalt wert. Die Orte an der Küste jedoch waren so wie es der Urlauber erwartet und aus Reisemagazinen kennt. Ich verzichte hier bewusst auf weitere Beschreibungen.
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...genau wie wir und der Ansprechpartner in Deutschland...
Unser Ziel für diese Woche war das Endurofahren. Dieses Ziel wurde ganz klar erreicht. Wir haben viel gesehen und die Größe der Insel dabei deutlich unterschätzt. Wir hatten sehr viel mehr Touren und vor allem größere Entfernungen geplant...
Ich zähle Kreta jetzt trotzdem nicht zu meinen favorisierten Urlaubsländern. Die Erwartung zum Thema Griechenland und speziell zu Kreta wurden für mich nur teilweise erfüllt - unabhängig von den Komplikationen mit den Motorrädern. In erster Linie lag das an den vielen andersartigen Bildern die mir von dort im Kopf herumgeisterten. Und das was ich im Kopf hatte habe ich in natura leider nicht zu Gesicht bekommen. Insofern würde ich Kreta - selbst als Pauschalurlauber - wahrscheinlich nicht mehr besuchen.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. August 2011 um 17:47 Uhr

























